Die Internationale Leipziger Buchmesse  19. - 22. März 2026

 

LESEBEGEISTERUNG UND WUT 

 

Wir bedanken uns bei allen Besuchern und Lesebegeisterten, die uns an einem der vier Tage besuchten. Es waren wieder nette Gespräche und Erlebnisse. 

 

Es ist toll zu sehen, dass das Interesse - auch und gerade am gedruckten Buch - nicht nachlässt, sondern eher größer wird. Besonders zu beobachten auch das starke Interesse der jungen Leser. Das Leipzig- liest- Programm, eine Besonderheit der Leipziger Buchmesse, trug auch wesentlich zum Erfolg bei.  

Aber es gab nicht nur Rekorde. Es gab auch Proteste und sogar eine Demo (ja, wir sind LEIPZIG!) gegen den Kulturstaatsminister Weimer vor dem Gewandhaus während der feierlichen Eröffnung der Messe. Grund: Der Ausschluss von 3 linken Buchhandlungen vom Buchhandlungspreis und seine Entscheidung, den notwendigen Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig zu stoppen. 

Und diese Entscheidung KURZ VOR DER BUCHMESSE. Herr Minister, was ist das für ein Zeichen? Nach Protesten und Buhrufen während seiner Rede möchte er diese Entscheidung noch einmal überdenken. 

Den geplanten Rundgang über die Messe am ersten Messetag ließ er ausfallen...

 

Zitat aus der SUPERillu vom 26.03.26, Seite 12:

"Lieber Herr Weimer, ich wollte Ihnen von der Wut aus Leipzig berichten. Nun habe ich gehört, dass Sie sich auf einen Weg der Besinnung begeben haben", kommentierte Leipzigs OB Burkhard Jung, (SPD) in seiner Rede..."

 

"Wir hören mit dem Archivieren erst auf, wenn es keine Bücher mehr gibt, nicht vorher", betonte Michael Kretschmer (CDU). Der Erweiterungsbau müsse kommen: "Kohle muss her."

Bravo, Herr Ministerpräsident!